… ein Teil von Kultur in Kaarst

Kultur bedeutet, die verschiedenen Lebenswelten der Einwohner miteinzubeziehen. Kultur bedeutet auch, die Kommunikation zu fördern, Spielräume zu schaffen und damit ein Gegengewicht gegen die Lebenszwänge der Zeit zu setzen, der Vereinzelung entgegenzuwirken sowie Reflexion herauszufordern, um damit bloße Anpassung und oberflächliche Ablenkung zu überwinden. Kultur soll aber den Bürgern auch Unterhaltung und Erholung durch kulturelle Aktivitäten bringen [Deutscher Städtetag (1991)].

Große kulturelle Vielfalt kommt in der Stadt Kaarst zum Ausdruck durch vielfältige Events und Aktionen, die nicht nur von der Stadt als Veranstalter des Kabarett- und Kleinkunstprogramms und des Kindertheaters, sondern maßgeblich auch von vielen Kaarster Künstlerinnen und Künstlern, privaten Kulturveranstaltern, Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, kommunalen und privaten Kultur- und Bildungsinstitutionen sowie ehrenamtlich organisierten Kultur- und Brauchtumsvereinen und Initiativen, wie beispielsweise auch dem Kino Kaarst, gestaltet werden.

Im Bereich der darstellenden Kunst ist eins der kulturellen Markenzeichen der Stadt das Kaarster Kabarett- und Kleinkunstprogramm, das seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts für seine Vielseitigkeit und durch den Auftritt vieler bekannter Gesichter der Szene weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt ist. Ein gut austarierter Mix aus gefällig-komischer Comedy, aber auch bissig-provokanter Satire, Stand-up-Comedy, klassischem Kabarett, Lesungen, Musik-Shows mit A-Cappella-Gruppen und kultigen Bands sowie Liederabenden und anderen Formen des aktuellen Kleinkunstgenres kennzeichnet das Programm und bewirken einen guten Besucherzuspruch im Albert-Einstein-Forum (AEF, max. 500 Plätze; Am Schulzentrum 16, 41564 Kaarst).

Seit 2025 treten insbesondere in Kaarst weniger bekannte Künstlerinnen und Künstler auf der kleinen Bühne der twenty seven Eventlocation (120 Plätze, Hanns-Martin-Schleyer-Str. 27, 41564 Kaarst) auf.

Für die Gestaltung des Kaarster Kabarett- und Kleinkunstprogramms ist das Team 3k* des Kulturbüros der Stadt verantwortlich.

Schlachtplatte – Aufführung im AEF am 26.01.2024 [© f3k-Archiv.JM]

Eine in die Zukunft gerichtete Kulturarbeit der Stadt muss viele unterschiedliche Interessen und Aktivitäten zusammenführen, bestehende Inhomogenitäten der Stadtgesellschaft aufgreifen und Gemeinsamkeiten suchen und fördern. In Zeiten von Sparhaushalten sind die ehrenamtlich getragenen Vereine, Initiativen und auch die kommerziellen Kultureinrichtungen stärker gefragt. Sie könnten als Kulturelle Gemeinschaft zusammenfinden und dafür Sorge tragen, dass die unterschiedlichen Akteure, also auch die vielen ehrenamtlichen Kräfte, die sich gebunden an ihren Ort für die dort traditionell gepflegte Kultur kümmern, im Forum der Kulturellen Gemeinschaft zusammenkommen. Das Ziel besteht vorrangig in einer gemeinschaftlichen Abstimmung kultureller Aktivitäten und in der Stärkung des Ehrenamts. Die individuelle Ausrichtung eines Vereins, einer Institution, aller Kulturschaffenden bleibt dabei unangetastet, denn allein sie bewirkt die Vielfältigkeit von Kunst und Kultur in einer Gemeinde. Die Erfahrung zeigt, dass es von Vorteil für alle ist, wenn sich auch Politik und Kulturverwaltung der Stadt sowie deren kommunale Einrichtungen an dieser Kulturellen Gemeinschaft beteiligen.